Ich mußte durch private Umstände meine Quarterzucht auf ein Minimum herunterschrauben. 
Zukünftig werde ich mich der Tierfotografie als neuen Berufsweg widmen. Außerdem fordern die Cattle Dogs ebenfalls ihren nicht unerheblichen Teil meiner Zeit. Ursprünglich wollte ich mich der verantwortungsvollen Zucht dieser tollen und einmaligen Arbeitshunde verschreiben. Dabei lag mein besonderes Augenmerk hauptsächlich auf gesunden Zuchthunden, welche frei von HD, Gehör- und Augendefekten und mit vollständigem Gebiss ausgestattet sind, egal, ob und welchem Verband sie angehören. “Gesund” ist das allerwichtigste!

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Meiner Meinung nach sollte man (egal was) nur züchten um die eigendliche Rasse zu erhalten und Defizite zu verbessern. Alles andere ist reines Vermehren! Und mal ehrlich: es gibt doch nun wirklich mehr als genügend arme Kreaturen, welche mit Gesundheitsschäden aller Art behaftet alles, nur kein glückliches, artgerechtes Leben führen. Und genau dort sollten verantwortungsbewußte Züchter ansetzen und gefragt sein. Nun habe ich den einen oder anderen Züchter und dessen Einstellung kennen lernen dürfen, UND BIN SCHLICHTWEG ENTSETZT wieviel Uneinigkeit, Neid, Mißgunst und übler Nachrede bei gerade Züchtern dieser Rasse herrscht! Jeder meint, was er grade züchtet wäre das einzig Wahre und Beste. Ist das nicht das normalste der Welt??? Natürlich sind meine Hunde die besten - für mich - , muß ich deshalb andere schlecht machen??? Wenn die Herrschaften irgendwann mal damit fertig sein sollten sich auf Kosten der ACD´s die Köpfe einzuschlagen und es diesen wundervollen Hund dann noch geben sollte, bin ich bereit einem Verein beizutreten und nach dessen Regeln zu züchten. Bis dahin stehe ich dazu das meine Welpen keine Papiere haben werden, aber aus nachvollziehbaren Linien kommen, ich auf die Gesundheit in allen Punkten auch ohne die Regeln eines Vereines achte und die Welpen ganz sicher nichts in ihrer Aufzucht missen müssen und somit nicht schlechter sind als ein Welpe mit Papieren, nur günstiger ;-) !!!

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 Rassebeschreibung des ACD:

Widerristhöhe: 43 - 51 cm
Gewicht: 16 - 20 kg
Ursprungsland: Australien
Fell: rot, blau
Herkunft: Der Australian Cattle Dog entwickelte sich aus verschiedenen Hunderassen und –schlägen. Die Farmer in Australien brauchten einen robusten, dem Klima gut angepassten und selbstständig arbeiteten Hund. Und wie der Name des Australian Cattle Dog schon andeutet, ist das Hüten und Treiben von Vieh, hauptsächlich Rindern, seine Aufgabe, die er auf unnachahmliche Weise erfüllt. Der Australian Cattle Dog ist stets aufmerksam, sehr selbstbewusst, äußerst intelligent und vertrauenswürdig. Seine bedingungslose Hingabe an die Pflicht prägt ihn als idealen Arbeitshund, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Wer mit dem Gedanken spielt, einen Australian Cattle Dog zu sich zu nehmen, sollte ihn erst einmal richtig kennen lernen, denn ein Australia Cattle Dog ist kein Hund fürs Sofa und nicht für "Jedermann". ACDs sind wahre Energiebündel und brauchen ein aktives Leben und somit eine körperliche wie geistige Beschäftigung, um ihr Temperament in die richtigen Bahnen zu lenken, ansonsten können sie sich als Nervensägen entpuppen und unerwünschte Aktivitäten entwickeln.

Körperbau: Das allg. Erscheinungsbild des Australian Cattle Dog stellt einen kräftigen, kompakten und symetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Fellfärbung: Einfarbig rot oder blau, durchsetzt mit weißem Stichelhaar, Abzeichen an Brust, Pfoten und Kopf (black-and-tan).
Stockmaß: 43-48cm bei Hündinnen / 46-51cm bei Rüden, Gewicht: Zwischen 14 und 24 kg.

Wesen: Der ACD ist ein ausgesprochen führerbezogener Hund, sehr agil mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Zudem ist er sehr robust und hat eine hohe Lebenserwartung. Allerdings braucht er eine konsequente Erziehung, die aber nicht zu hart und sehr gerecht sein sollte. Aufzwingen lässt ein Cattle Dog sich nichts. Mit Liebe und Konsequenz klappt es besser. Es sollte auf jeden Fall eine große Portion Erfahrung im Umgang mit Hunden vorhanden sein. Für Ersthalter ist der ACD sicher nicht der richtige. Bei Krankheiten ist ein Cattledog nicht mehr oder minder anfälliger als andere Hunde auch. Im Regelfall genügt die jährliche Impfung. Was die sog. "Bellfreudigkeit" angeht: Im Hause ist der ACD sehr ruhig, aber ausgesprochen wachsam. Im Regelfall neigt der ACD nicht dazu, unnötig zu kläffen.


Verwendung: Treibhund, Breitensport, Agility, Reitbegleithund, Rettungshund......

 

Wieviel kostet ein Australian Cattle Dog?????     (nicht ganz ernst zu nehmen, aaaaber nah dran ;-)

Das ist die Frage, die jedem Interessenten auf der Seele liegt und jedem
Züchter zu tiefen Seufzern veranlasst.
Um die Frage aller Fragen ein wenig zu erläutern, wurde folgende Aufstellung
ausgearbeitet...
- Niedliche Hündin mit Knopfaugen, vom Züchter fachgerecht aufgezogen,
einfach zum Verlieben: zwischen 500 und 1000 EUR
- Halsband, Leine, Näpfe und Welpenspielzeug: 75 EUR
- Tierarztkosten für Nachimpfungen und Entwurmen: 75 EUR
- Haftpflichtversicherung: 60 EUR
- Futter für ein Jahr 500 EUR
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Zwischensumme: 1510 EUR

- In der ersten Nacht drei Paar zerkaute Herrensocken und ein Damendessous:
80 EUR

- In der 2. Nacht schläft der Welpe nicht mehr im Schlafzimmer, sondern im
Flur: Restaurierung des angekauten und vollgepieselten Perserteppichs:
600 EUR

- Für die dritte Nacht muss eine Hundebox her... : 150 EUR

- Auf dem Parkplatz der Hundeschule den Welpen 15 Minuten allein im Auto
gelassen. Sicherheitsgurt austauschen und den Schaltknüppel ersetzen lassen:
400 EUR

- Eine Transportbox fürs Auto kaufen, weil die Erste nicht in den Kofferraum
passt: 150 EUR

- Größeres Halsband, zerkaute Lederleine durch Nylon ersetzen, neues
Spielzeug und jede Menge Kauknochen: 100 EUR

- Gartenzaun erhöhen, Bordstein setzen gegen die Untertunnelungsversuche des
hochbegabten kleinen Tiefbauingenieurs: 2500 EUR

- Der Landwirt vom Dorfrand muss seinen Weidezaun wieder aufrichten, denn
unser Liebling hat seine Instinkte an der Jungbullenherde erprobt: 1000 EUR

- Eine Runde Freibier für die Helfer der freiwilligen Feuerwehr, die die
Bullen auf der Bundesstrasse eingefangen haben: 250 EUR

- Agilityparcours für den Garten, z.T. im Eigenbau, um das Trainingsprogramm
zu optimieren und den Hund endlich von den verdammten Viechern abzulenken:
1000 EUR


- Pacht für eine kleine Schafweide, fünf Mutterschafe, damit der Hund doch
seiner Bestimmung nachgehen kann: 800 EUR

- Ausbruchssicherer Zaun für vorgenannte Weide: 1000 EUR - Trotzdem haben
die Schafe die Vorgärten der Nachbarschaft erkundet, Stauden und
Erdbeerbeete sind besonders beliebt... : 400 EUR

- Du möchtest einen zweiten Cattle Dog, denn die Hütearbeit mit zwei Hunden
ist ungleich interessanter (Halsband, Tierarzt etc.): 1200 EUR

- Anwalts und Gerichtkosten für den Prozess gegen die Nachbarn: 4000 EUR

- Spende an den örtlichen Tierschutzverein, wegen ausgeübter Nachsicht trotz
vorsätzlicher Quälerei von Klauentieren: 250 EUR

- Du brauchst mehr Schafe, das Training mit immer der gleichen Gruppe ist
nicht effektiv: 600 EUR

- Am besten kaufst Du gleich einen Resthof auf dem Land, dann kannst Du auch
endlich mehrere Cattle Dogs halten und selbst züchten: 200.000 EUR

- Jährliche Reisekosten für die Teilnahme an Trials, Hüteseminaren,
Agilityturnieren und Hundeausstellungen am Ende der Welt: 6000 EUR

- Campingfahrzeug mit Platz für mindestens vier Hunde, damit das Reisen
endlich billiger wird: 18000 EUR
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Endsumme: 240.190 EUR

Die vorliegende Aufstellung beruft sich auf Erfahrungswerte. Der Preis für
einen Cattle Dog ist nach oben unbegrenzt. Obwohl sich finanzielle Probleme
wegen größerer Urlaubsreisen, anspruchsvollen Ehepartnern oder
Daueraufenthalten der Schwiegermutter durch DIE CATTLE DOG-Haltung meist von
selbst erledigt, ist diese Hunderasse somit den Privilegierten
vorbehalten.

Dem Autor dieser Aufstellung unbekannterweise ein herzliches Dankeschön !